Langzeit – Blutdruckmessung

Eine einfache, schmerzlose und komplikationslose, oft wiederholbare Untersuchung, die durch die kontinuierliche Blutdruckmessung zur Diagnostik, Differentialdiagnostik, Therapieentscheidung oder Therapiekontrolle dient
Prinzip

Die Höhe des Blutdruckes schwankt und ist bei körperlichen Anstrengungen und bei Aufregungen höher als in körperlicher Ruhe oder im Schlaf. Um zu überprüfen, wie der Blutdruck unter alltäglichen Bedingungen ist und ob der beim Arzt erhöhte Blutdruck nicht vielleicht eine “situationsbedingte Ausnahme” war, führt man eine Blutdruckmessung über 24 Stunden durch. Hierbei wird der Blutdruck in bestimmten Abständen gemessen und in einem Aufzeichnungsgerät festgehalten. Aus den Einzelmessungen erkennt der Arzt, bei welchen Gelegenheiten und zu welchen Tageszeiten der Blutdruck erhöht ist und ob es zu der normalerweise immer eintretenden Blutdruckabsenkung während der Nacht kommt. Aus diesen Mittelwerten kann man besser als aus einzelnen Blutdruckmessungen erkennen, ob der Blutdruck erhöht oder normal ist. Auch bei der Behandlung der Hochdruckkrankheit ist die 24-Stunden-Blutdruckmessung wichtig. Hier kann man durch den Vergleich der Auswertungen vor und während der Behandlung erkennen, ob die Medikamentenbehandlung ausreichend ist.
Bei einigen Menschen, z.B. Diabetiker oder Menschen mit Nierenerkrankungen, hängt das Risiko von Begleiterkrankungen (z.B. Durchblutungsstörungen durch Verengungen der Blutgefäße) stark von der Höhe des Blutdruckes ab. Bei diesen Menschen muss der Blutdruck besonders streng behandelt werden, um Herzinfarkte oder Schlaganfälle zu verhindern. Auch hier liefert die 24-Stunden-Blutdruckmessung bessere Erkenntnisse über den Tagesverlauf des Blutdruckes als wiederholte Einzelmessungen durch den Arzt oder den Patienten selbst.
Durchführung

Um den rechten oder den linken Oberarm wird eine Blutdruckmanschette angebracht, die an ein Aufzeichnungsgerät angeschlossen und ebenso wie ein tragbarer Kassettenrekorder entweder mit einem Gürtel um die Hüfte gebunden oder wie eine Tragetasche umgehängt wird. Das Gerät bläst während der Tageszeiten alle 20 Minuten die Blutdruckmanschette auf und misst den Blutdruck; während der Nachzeiten wird etwa alle 30-60 Minuten gemessen. Die Aufzeichnung erfolgt über mindestens 18 – 24 Stunden. Der Patient erhält bei der Anlage des Gerätes ein Protokoll, in das er alle seine täglichen Aktivitäten eintragen soll, damit der Arzt im Nachhinein erkennen kann, welchen Einfluss die verschiedenen Tätigkeiten auf den Blutdruck haben.
Was merkt man?

Die Untersuchung ist vollkommen schmerzlos. Das regelmäßige Aufblasen der Blutdruckmanschette belästigt zu Beginn der Untersuchung ein wenig, man gewöhnt sich aber schnell daran. Auch die nächtlichen Messungen stören den Schlaf nicht.
Was ist zu beachten?

Die Untersuchung ist vollkommen harmlos und komplikationslos. Man darf das Aufzeichnungsgerät nicht in explosionsgefährdeten Umgebungen (z.B. in Räumen, in denen brennbare Gase frei werden können) tragen. Der Rekorder darf nicht mit Wasser in Berührung kommen, d.h. Schwimmen, Duschen und Saunabesuche sind untersagt. Auch die Mikrowelle darf während der Untersuchung nicht benutzt werden.

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