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Aderlass

Der Aderlass und das Schröpfen sind älteste Heilverfahren, deren Geschichte über 2000 Jahre zurückreicht. Wenn man an Aderlass und Schröpfen denkt, stellt man sich unkontrollierte und übermäßige Blutentzüge, sowie leichenblasse Patienten vor. Eine Vorstellung, die an das Mittelalter erinnert und mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat.

Zum Unrecht spielt der Aderlass in den heutigen Praxen eine meist untergeordnete Rolle oder wird sehr selten oder gar nicht mehr angewendet. Dabei handelt es sich um eine segensreiche Möglichkeit zur Ausleitung und Umstimmung. Die Anregung der körpereigenen Lebenskraft, die Verbesserung und Entgiftung des Körpers und des Stoffwechsels zum Beispiel durch Reizverfahren, ist das vordergründige Anliegen dieser Therapie. Wie das Schröpfen ist Aderlass eine altbewährte Behandlungsmethode, die seit dem Mittelalter bis heute als probates, risikoarmes Mittel bei vielen Erkrankungen erfolgreich angewendet werden könnte.

Den besten Ergebnissen bekommt man durch Aderlass bei sogenannten Vollblütern, welche zu Stauungen innerer Organe, zu Blutungen aus Nase, Mastdarm und Gebärmutter neigen. Am häufigsten wird der Volumenaderlass zur symptomatischen Behandlung bei Bluthochdruck, vermehrtem Eisengehalt im Blut oder bei verdicktem Blut (Hyperviskositäts-Syndrom) angewendet. Bei Patienten mit oben beschriebenen Beschwerden wird diese Behandlung meistens als spontane Entlastung empfunden.

Aderlass darf nicht mit Blutspenden oder einfacher Blutentnahme verwechselt werden. Der Methode liegen fundierte Kenntnisse und komplizierte Berechnungen zugrunde mit dem Ziel, das Blut zu verdünnen, zu entstauen und zu reinigen.

Wie sieht die Behandlung aus?

Beim Aderlass wird zwischen 50 und 150 ml. Venenblut abgenommen. Um die Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern, kann das Volumen des entnommenen Blutes durch eine Infusion mit den notwendigen Medikamenten anschließend ersetzt werden.

Die wichtigsten Heilanzeigen:

akute und chronische Entzündungen verschiedener Organe, Entlastung von Krampfadern, Stoffwechselstörungen (Fettstoffwechsel, Rheuma, Gicht), Stauungszustände (Bluthochdruck, Pfortaderstau, usw.)